Bunte Konfetti-Butterkekse
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Bunte Konfetti-Butterkekse – Wenn Weihnachtsbäckerei zum fröhlichen Familien-Chaos wird

Kennst du diesen magischen Moment, wenn du an einem verregneten Dezember-Nachmittag die Küchentür öffnest und plötzlich drei Kinderpaare Augen erwartungsvoll zu dir hochblicken? „Mama, Papa, können wir ENDLICH Plätzchen backen?“ Und während du eigentlich noch zehn andere Dinge auf deiner To-Do-Liste hast, weißt du genau: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. Nicht morgen, nicht nächste Woche – jetzt, in diesem Augenblick, wo die Vorfreude förmlich durch die Luft knistert.

Genau für solche spontanen Weihnachtsmomente habe ich diese Bunten Konfetti-Butterkekse entwickelt. Sie sind das Gegenteil von diesen aufwendigen Ausstecher-Marathons, bei denen am Ende mehr Mehl an der Decke klebt als im Teig landet. Diese Kekse sind pure Freude ohne Stress, bunte Magie ohne stundenlange Vorbereitung, und – das ist das Beste – sie schmecken so himmlisch butterweich, dass selbst deine kritischste Schwiegermutter beeindruckt nicken wird.

Das Geheimnis? Es gibt keine komplizierten Ausstechformen, kein ewiges Ausrollen, kein Verzweifeln über missglückte Tannenbäume. Stattdessen rollst du kleine Teigkugeln, drückst sie leicht flach, und schon können deine Kinder nach Herzenslust mit bunten Streuseln dekorieren. Jeder Keks wird zum Unikat, zum kleinen essbaren Kunstwerk. Und während du entspannt den Teig vorbereitest, können deine Kleinen ihre Kreativität so richtig ausleben.

Der Geheimtrick für butterweiche Perfektion ohne Kühlschrank-Drama

Hier kommt der Game-Changer, der diese Kekse so unglaublich familienfreundlich macht: Du musst den Teig NICHT stundenlang kühlen. Ja, du hast richtig gehört. Während andere Rezepte dich zwingen, den Teig mindestens zwei Stunden im Kühlschrank zu parken (und deine Kinder in dieser Zeit langsam die Wände hochklettern), kannst du bei diesen Keksen direkt loslegen.

Das funktioniert durch eine clevere Balance der Zutaten. Ich verwende etwas mehr Mehl als bei klassischen Ausstechern, aber nicht so viel, dass die Kekse trocken werden. Die Butter ist weich, aber nicht geschmolzen – das ist der Sweet Spot, den du suchst. Sie sollte sich anfühlen wie die Wange eines Babys: nachgiebig, aber nicht matschig.

Ein weiterer Trick? Ich arbeite mit Puderzucker statt normalem Zucker. Das gibt den Keksen nicht nur diese zarte, fast schon wolkige Textur, sondern macht den Teig auch geschmeidiger und einfacher zu handhaben. Normaler Kristallzucker kann den Teig manchmal ein bisschen krümelig machen – Puderzucker hingegen schmilzt förmlich mit der Butter zusammen und kreiert diese seidig-glatte Konsistenz, die einfach nur Freude macht.

Kleine Köche ganz groß – So bindest du jedes Alter perfekt ein

Das Schönste an diesen Konfetti-Butterkeksen? Sie sind das demokratischste Plätzchenrezept, das ich kenne. Egal ob dein Kleinster gerade mal zweieinhalb ist oder deine Teenagerin schon fast zu cool für Weihnachtsbäckerei tut – hier findet jeder seine perfekte Aufgabe.

Für die Kleinsten (2-4 Jahre): Die ganz Kleinen lieben es, die Teigkugeln zu rollen. Gib ihnen einfach kleine Teigportionen in die Hand und zeig ihnen, wie man mit beiden Handflächen rollt. Ja, die Kugeln werden unterschiedlich groß sein. Ja, manche werden eher würfelförmig als rund. Aber genau das macht sie doch charmant! Und beim Dekorieren können die Kleinen nach Herzenslust Streusel auf die Kekse streuen. Oder neben die Kekse. Oder auf den Tisch. Oder in den eigenen Mund. Alles gut – das gehört dazu.

Mittlere Kids (5-8 Jahre): In diesem Alter entwickeln Kinder oft einen ausgeprägten Perfektionismus. Sie wollen, dass ihre Kekse „schön“ aussehen. Das ist die perfekte Gelegenheit, ihnen das Flachdrücken beizubringen. Mit einem Glas oder dem Handballen können sie die Kugeln gleichmäßig platt drücken. Und beim Dekorieren entfalten sie plötzlich eine Präzision, die dich staunen lässt. Mein Sohn hat in diesem Alter angefangen, symmetrische Muster zu legen – jeder Keks ein kleines Kunstwerk mit exakt angeordneten Zuckerperlen.

Große Kinder und Teens (9+ Jahre): Die „fast schon Erwachsenen“ können tatsächlich den kompletten Prozess übernehmen. Sie können den Teig selbst machen, die Kekse formen und sogar kreativ werden mit Dekoideen. Eine meiner Lieblingsideen kam von meiner zwölfjährigen Nichte: Sie hat verschiedene Farben Zuckerguss gemacht und damit feine Linien auf die Kekse gemalt – wie kleine essbare Aquarelle. Solche Momente sind Gold wert, weil du merkst: Sie brauchen dich nicht mehr zum Anleiten, sie wollen einfach nur deine Gesellschaft.

Stressfreies Familien-Backen – Deine Geheimwaffen gegen das Chaos

Lass uns ehrlich sein: Backen mit Kindern kann auch anstrengend sein. Besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn du eigentlich noch hundert andere Dinge erledigen musst. Deshalb habe ich über die Jahre ein paar Strategien entwickelt, die den Prozess deutlich entspannter machen.

Die Mise-en-Place-Regel: Bevor die Kinder in die Küche kommen, stelle alle Zutaten bereit. Butter abgewogen. Mehl abgemessen. Streusel in kleine Schüsseln gefüllt. Das klingt nach Extra-Arbeit, ist aber tatsächlich ein Zeitsparer. Denn wenn alle Kinder gleichzeitig „Ich will helfen!“ rufen und du noch hektisch nach dem Vanillezucker suchst, entsteht Chaos. Mit allem Vorbereitetem kannst du dich voll auf deine kleinen Helfer konzentrieren.

Die Backblech-Rotation: Hier ist ein Trick, den ich von meiner Oma gelernt habe. Hab mindestens drei Backbleche parat. Während ein Blech im Ofen ist, können die Kinder das nächste belegen. So gibt es keine Wartezeiten, keine Langeweile, keinen Streit um „wer darf den nächsten Keks machen“. Der Flow bleibt erhalten, die Stimmung bleibt gut.

Die „Probier-Kugel-Strategie“: Am Anfang jeder Backsession rolle ich eine kleine Extra-Kugel nur zum Probieren. Die dürfen die Kinder direkt essen. Das nimmt den Druck raus und verhindert, dass ständig vom eigentlichen Teig genascht wird. Ein kleiner Kompromiss, der den Frieden erhält.

Die Chaos-Zone: Akzeptiere, dass die Küche danach aussehen wird wie ein Schlachtfeld. Und zwar bevor ihr anfangt. Leg alte Zeitungen aus, stell eine Schüssel für Teig-Reste bereit, hab feuchte Lappen griffbereit. Wenn du von Anfang an mit dem Chaos rechnest, kann es dich nicht mehr stressen. Und mal ehrlich – eine mehlige Küche und Streusel am Boden sind doch ein kleiner Preis für die leuchtenden Augen deiner Kinder.

Gesund trifft auf Lecker – Ohne erhobenen Zeigefinger

Jetzt werden manche sagen: „Aber das sind doch Butterkekse mit Zucker und Streuseln – wo ist da bitte gesund?“ Und du weißt was? Sie haben recht. Diese Kekse sind nicht der Gemüse-Smoothie unter den Weihnachtsplätzchen. Aber sie sind auch nicht der Feind.

Gesunde Ernährung für Kinder bedeutet nicht, jede Form von Zucker zu verteufeln. Es bedeutet Balance. Es bedeutet, dass Süßigkeiten ihren Platz haben – als etwas Besonderes, als Genuss, als Teil von schönen Momenten. Und genau das sind diese Konfetti-Butterkekse.

Trotzdem habe ich ein paar kleine Tricks eingebaut, die diese Kekse ein bisschen „freundlicher“ machen. Ich verwende echte Butter statt Margarine – ja, die hat mehr Fett, aber dafür keine künstlichen Zusatzstoffe. Ich arbeite mit qualitativ hochwertigem Mehl, nicht mit dem billigsten aus dem Discounter. Und bei den Streuseln? Da gibt es mittlerweile tolle Optionen mit natürlichen Farben aus Rote-Beete-, Spirulina- und Kurkuma-Extrakt. Sieht genauso bunt aus, kommt aber ohne künstliche Farbstoffe aus.

Das Wichtigste aber ist die Portion. Diese Kekse sind so buttrig und befriedigend, dass ein oder zwei Stück wirklich reichen. Sie sind nicht diese trockenen Diät-Kekse, von denen man zehn essen muss, um überhaupt etwas zu schmecken. Ein Konfetti-Butterkeks mit einer Tasse Kinderpunsch oder Kakao – das ist ein perfekter Nachmittags-Snack in der Adventszeit.

Variationen für jeden Geschmack – Von klassisch bis experimentierfreudig

Das Grundrezept ist fantastisch, keine Frage. Aber nach dem zehnten Mal backen willst du vielleicht ein bisschen Abwechslung. Hier sind meine liebsten Variationen, die ich über die Jahre entwickelt habe:

Die Schoko-Variante: Ersetze 30g Mehl durch Kakao-Pulver. Plötzlich hast du dunkle Schoko-Kekse, die besonders mit weißen Streuseln oder Zuckerguss toll aussehen. Mein Teenager-Sohn nennt sie „die coolen Kekse“ – mehr Lob geht nicht in diesem Alter.

Die Zitronen-Frische: Füge den Abrieb einer Bio-Zitrone zum Teig hinzu. Das gibt eine wunderbar frische Note, die perfekt ist, wenn dir die traditionelle Vanille-Variante zu süß wird. Besonders im Sommer (ja, ich backe diese Kekse das ganze Jahr über) ist das ein Hit.

Die Nuss-Version: Mische 50g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse unter den Teig. Das gibt eine leicht nussige Note und macht die Kekse noch ein bisschen mürber. Achtung: Diese Version ist nicht für Kinder mit Nussallergien geeignet!

Die Gewürz-Weihnacht: Füge einen halben Teelöffel Lebkuchengewürz hinzu. Zimt, Nelke, Kardamom – plötzlich schmecken die Kekse wie Weihnachten in Keksform. Das ist übrigens meine persönliche Lieblingsversion für die Adventszeit.

Die Salted-Caramel-Überraschung: Drücke vor dem Backen eine kleine Prise Fleur de Sel auf jeden Keks. Dieser süß-salzige Kontrast ist so unglaublich lecker, dass selbst Erwachsene, die „eigentlich keine Plätzchen mögen“, schwach werden.

Lagerung, Haltbarkeit und die Kunst des Versteckens

Kommen wir zu einem praktischen, aber oft unterschätzten Thema: Wie bewahrst du diese Köstlichkeiten auf, ohne dass sie innerhalb von zwei Stunden spurlos verschwinden?

Diese Konfetti-Butterkekse halten sich in einer gut verschlossenen Dose etwa zwei bis drei Wochen. Die Betonung liegt auf „verschlossen“ – denn in einer offenen Schale auf dem Küchentisch werden sie mysteriöserweise nicht einmal zwei Tage alt. Ich spreche aus Erfahrung.

Der beste Aufbewahrungsort ist eine Metall- oder Keramikdose mit gut schließendem Deckel. Plastikdosen funktionieren auch, aber manchmal können die Kekse darin etwas weicher werden. Wenn du verschiedene Sorten aufbewahrst, leg Backpapier zwischen die Schichten – so kleben sie nicht zusammen und bleiben schön knusprig.

Ein Geheimtipp von meiner Oma: Leg ein kleines Stück Apfel mit in die Dose. Das klingt kontraintuitiv, aber es hält die Kekse frisch und verhindert, dass sie zu hart werden. Wechsel den Apfelschnitz alle paar Tage aus.

Und jetzt zum wichtigsten Punkt: das strategische Verstecken. Jede Familie braucht eine „Notfall-Plätzchen-Reserve“. Ich backe immer eine Extra-Portion und friere sie ein. In einem luftdichten Gefrierbeutel halten sie sich problemlos drei Monate. Wenn dann unangemeldeter Besuch vor der Tür steht oder die Kinder plötzlich für die Schule Kekse mitbringen sollen (warum erfahre ich das eigentlich immer am Vorabend?), hast du deine Rettung griffbereit. Einfach 10-15 Minuten bei Raumtemperatur auftauen lassen – niemand wird merken, dass sie aus dem Gefrierfach kommen.

Meal Prep mit Plätzchen – So gehst du entspannt durch die Adventszeit

Die Adventszeit ist wunderschön, aber auch stressig. Zwischen Nikolaus-Feiern, Weihnachtsmarkt-Besuchen und den obligatorischen Bastelnachmittagen im Kindergarten bleibt oft wenig Zeit für aufwendige Backprojekte. Deshalb ist eine gute Vorbereitung Gold wert.

Hier ist mein Meal-Prep-Plan für Weihnachtsplätzchen: An einem ruhigen Sonntag Anfang Dezember mache ich eine große Teig-Session. Ich verdopple oder verdreifache das Rezept und forme alle Kugeln vor. Die kommen dann portionsweise in Gefrierbeutel – jeweils so viele, wie auf ein Backblech passen. Diese Tüten stapel ich im Gefrierschrank.

Und dann, an jedem beliebigen Tag im Advent, kann ich spontan frisch backen. Gefrorene Kugeln direkt auf ein Blech legen, 2-3 Minuten länger backen als im Rezept angegeben, fertig. Die Kinder können trotzdem dekorieren, es duftet frisch nach Plätzchen, aber ich spare mir die ganze Teig-Vorbereitung.

Ein weiterer Zeitsparer: Die Streusel-Bar. Ich fülle verschiedene Streusel-Sorten in kleine Gläser ab und beschrifte sie. Die stehen dann immer griffbereit im Vorratsschrank. Wenn wir backen wollen, muss ich nicht erst in fünf verschiedenen Schubladen nach Deko-Materialien suchen – alles ist organisiert und ready to go.

Die Rettung für Plätzen-Notfälle und spontane Besserungen

Es ist Freitagnachmittag, 16:47 Uhr. Dein Handy klingelt. „Hi, wir würden heute Abend gern spontan vorbeikommen!“ Oder: „Mama, ich hab vergessen, dass wir morgen Kekse für die Klassen-Feier brauchen!“ Solche Momente kennen wir alle.

Diese Konfetti-Butterkekse sind deine Lebensversicherung für genau solche Situationen. Von der Idee bis zum fertigen, abgekühlten Keks vergehen maximal 45 Minuten. Du kannst sie sogar noch schneller machen, wenn du den Teig in zwei Portionen teilst und beide Backbleche gleichzeitig in den Ofen schiebst (auf verschiedenen Schienen, natürlich).

Die Zutaten sind so basic, dass du sie höchstwahrscheinlich sowieso zu Hause hast. Butter, Zucker, Mehl, Ei, Vanille – das ist Standard-Equipment in jeder Küche. Und selbst wenn dir die bunten Streusel ausgegangen sind, kannst du die Kekse auch pur lassen oder schnell etwas Puderzucker drüber sieben. Sie schmecken auch ohne Deko fantastisch.

Ich hatte mal eine Situation, da rief mich meine Schwester völlig aufgelöst an. Sie hatte sich verpflichtet, Kekse für eine Schulveranstaltung zu backen, war aber total im Stress und hatte nichts vorbereitet. Ich habe ihr dieses Rezept durchgegeben, sie hat eine Packung Fertigteig (ja, Notfälle rechtfertigen Notfall-Maßnahmen) gekauft und mit meiner Anleitung am Telefon diese Kekse gemacht. Das Ergebnis? Die anderen Mütter haben sie nach dem Rezept gefragt. Mission accomplished.

Warum diese Kekse auch Erwachsene glücklich machen

Es gibt dieses Klischee, dass Weihnachtsplätzchen hauptsächlich für Kinder sind. Und dann sitzt man als Erwachsener pflichtschuldig dabei, isst einen trockenen Zimtstern und denkt: „Naja, geht so.“

Diese Konfetti-Butterkekse durchbrechen dieses Klischee. Sie sind erwachsenen-tauglich. Sie schmecken nicht wie billiges Kindergeburtstags-Gebäck, sondern wie richtig gutes, französisches Petit-Four-Gebäck. Die Butter-Note ist ausgeprägt, aber nicht überwältigend. Die Textur ist perfekt – außen leicht knusprig, innen buttrig-zart. Und diese Mürbe, wenn der Keks im Mund quasi von selbst zerfällt – das ist pure Glückseligkeit.

Ich hab diese Kekse schon bei eleganten Advents-Kaffeerunden serviert, auf denen es eigentlich nur um die erwachsenen Gäste ging. Die Reaktion war jedes Mal dieselbe: erst skeptische Blicke („bunte Streusel?“), dann vorsichtiges Probieren, dann stilles Nachgreifen, und schließlich die Frage: „Kannst du mir das Rezept geben?“

Der Trick ist, dass diese Kekse vielseitig dekoriert werden können. Mit bunten Streuseln sind sie kinderfreundlich und fröhlich. Mit essbarem Gold, feinem Hagelzucker oder einer Hälfte in dunkler Schokolade getaucht werden sie sophisticated. Dasselbe Grundrezept, völlig verschiedene Optiken.

Bunte Konfetti-Butterkekse
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Bunte Konfetti-Butterkekse

Butterweiche Kekse mit bunten Streuseln, die Kinder nach Herzenslust dekorieren können – perfekt für spontane Weihnachtsbäckerei ohne Stress und Ausstecher-Drama.
40 Stück
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Backzeit ca. pro Blech: 12 Minuten
Gesamtzeit: 27 Minuten
Stück

Kochutensilien

  • Schüssel
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine
  • Küchenwaage
  • 2-3 Backbleche
  • Backpapier oder Silikonmatten
  • Kleine Schüsseln für verschiedene Streusel-Sorten
  • Keksdosen zur Aufbewahrung

Zutaten

Für den Teig:

  • 250 g weiche Butter zimmerwarm, nicht geschmolzen
  • 140 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei Größe M
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL echte Vanille aus der Schote
  • 350 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • Optional: Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Zum Dekorieren:

  • Bunte Zuckerstreusel nach Wahl
  • Zuckerperlen
  • Hagelzucker
  • Essbare Goldsteine
  • Oder was auch immer dein Herz begehrt

Zubereitung

  • Heize deinen Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (160°C Umluft). Leg die Backbleche mit Backpapier aus – das erspart dir später mühsames Schrubben. Stelle alle Zutaten bereit und wiege alles genau ab. Präzision ist bei Backrezepten dein Freund.
  • Gib die weiche Butter, den Puderzucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Schlage alles mit dem Handrührgerät etwa 2-3 Minuten cremig und hell. Die Masse sollte luftig aussehen und sich fast verdoppelt haben – das ist wichtig für die Textur der Kekse. Hier können auch schon kleinere Kinder helfen, indem sie dir das Rührgerät halten (natürlich unter Aufsicht).
  • Füge das Ei und den Vanillezucker hinzu und rühre kurz unter, bis alles gut verbunden ist. Wenn du Zitronenabrieb verwendest, kommt der jetzt auch dazu. Die Masse wird jetzt noch cremiger und sieht einfach nur einladend aus.
  • Siebe das Mehl über die Butter-Ei-Masse. Das Sieben ist wichtig – dadurch wird der Teig lockerer und feiner. Rühre das Mehl vorsichtig unter, bis gerade eben ein glatter Teig entstanden ist. Nicht zu lange rühren, sonst werden die Kekse zäh! Der Teig sollte weich sein, aber nicht an den Händen kleben. Falls er zu klebrig ist, gib noch 1-2 EL Mehl dazu.
  • Jetzt wird’s spaßig! Nimm etwa einen gehäuften Teelöffel Teig und rolle ihn zwischen deinen Handflächen zu einer Kugel. Sie sollte etwa die Größe einer Walnuss haben. Das ist DIE Aufgabe für Kinder jeden Alters. Selbst die Kleinsten können hier mitmachen. Lege die Kugeln mit etwa 4-5cm Abstand auf die vorbereiteten Backbleche – sie gehen beim Backen noch etwas auseinander.
  • Drücke jede Kugel mit dem Handballen, einem Glas oder einfach den Fingern vorsichtig flach. Die Kekse sollten etwa 0,5-1cm dick sein. Nicht zu dünn, sonst werden sie zu knusprig – nicht zu dick, sonst bleiben sie innen roh. Hier können ältere Kinder auch Muster ins Glas-Unterseite drücken (zum Beispiel mit einem gerippten Glas).
  • Jetzt kommt der Moment, auf den alle gewartet haben! Lass die Kinder nach Herzenslust Streusel auf die Kekse geben. Drücke die Streusel leicht an, damit sie auch nach dem Backen halten. Tipp für Perfektionisten: Mit einem feuchten Finger kannst du die Oberfläche leicht befeuchten – dann halten die Streusel noch besser. Aber ehrlich? Das ist optional. Auch lose Streusel schmecken fantastisch.
  • Schiebe die Bleche in den vorgeheizten Ofen. Backe die Kekse 10-12 Minuten, je nach Größe. Sie sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun werden, aber in der Mitte noch hell bleiben. Lieber eine Minute zu kurz als zu lang – sie werden beim Abkühlen noch etwas fester. Der Duft, der jetzt durch deine Küche zieht? Das ist Weihnachten in Geruchsform!
  • Das ist der schwierigste Part für Kinder (und Erwachsene): Lass die Kekse etwa 5 Minuten auf dem Blech abkühlen. Sie sind jetzt noch sehr weich und würden zerbrechen, wenn du sie zu früh bewegst. Dann mit einem Pfannenwender vorsichtig auf ein Kuchengitter heben und komplett auskühlen lassen. Erst wenn sie Raumtemperatur haben, haben sie ihre volle Festigkeit erreicht.
  • Jetzt darfst du (und dürfen vor allem die Kinder) endlich probieren! Bewahre die restlichen Kekse in einer luftdichten Dose auf. Zwischen verschiedene Schichten kannst du Backpapier legen, damit die Streusel nicht abfallen oder kleben bleiben.

Häufig gestellte Fragen – Antworten auf alles, was du wissen musst

Kann ich die Butter durch Margarine ersetzen?

Technisch ja, geschmacklich… naja. Butter ist bei diesem Rezept wirklich wichtig für den Geschmack. Sie gibt diese typisch buttrige, mürbe Note, die den Keks so besonders macht. Margarine funktioniert zwar, aber das Ergebnis schmeckt deutlich flacher und weniger aromatisch. Wenn du aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen keine Butter verwenden möchtest, probiere lieber eine hochwertige pflanzliche Butter-Alternative – die funktionieren mittlerweile richtig gut.

Wie lange halten sich die Kekse wirklich?

In einer gut verschlossenen Dose bleiben sie etwa zwei bis drei Wochen frisch und knusprig. Nach etwa einer Woche werden sie minimal weicher, sind aber immer noch absolut lecker. Du kannst die Frische verlängern, indem du ein Stück Apfel mit in die Dose legst (alle 3-4 Tage wechseln). Im Gefrierschrank halten sich die gebackenen Kekse problemlos drei Monate. Einfach in einen luftdichten Behälter packen und bei Bedarf 15 Minuten bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Kann ich den Teig auch schon am Vortag vorbereiten?

Absolut! Der Teig lässt sich sogar super am Vortag machen. Du kannst ihn entweder als Kugel in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank lagern (dann vor dem Verarbeiten 30 Minuten rausnehmen, damit er wieder weich wird), oder du rollst die Kugeln schon vor und bewahrst sie auf einem Teller im Kühlschrank auf. Die zweite Variante ist praktischer, weil du dann am Backtag direkt loslegen kannst. Der vorbereitete Teig hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tage.

Was mache ich, wenn mein Kind eine Nussallergie hat und überall Mandeln in Streuseln sind?

Gute Frage! Viele handelsübliche bunte Streusel enthalten tatsächlich Spuren von Nüssen. Schau gezielt nach Produkten, die als „nussfrei“ gekennzeichnet sind – die gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten und Drogerien. Alternativ kannst du die Kekse auch nur mit Puderzucker bestäuben oder mit selbstgemachtem Zuckerguss verzieren. Oder du färbst Kokosraspeln mit Lebensmittelfarbe ein – das sieht genauso bunt aus und ist meist nussfrei (aber immer das Etikett checken).

Ab welchem Alter können Kinder bei diesem Rezept wirklich mithelfen?

Schon sehr früh! Ab etwa zweieinhalb Jahren können Kinder die Teigkugeln rollen – natürlich unter Aufsicht und mit kleinen Portionen. Das Gefühl des Teigs in den Händen ist toll für die sensorische Entwicklung. Ab vier Jahren können sie auch schon beim Flachdrücken helfen und selbstständig Streusel auftragen. Und ab etwa sechs oder sieben können viele Kinder den kompletten Prozess selbst übernehmen (außer natürlich den Ofen-Part). Wichtig ist, dass du die Aufgaben ans Alter anpasst und Geduld mitbringst – es wird nicht perfekt, aber dafür unvergesslich.

Kann ich das Rezept auch glutenfrei machen?

Ja, das funktioniert überraschend gut! Ersetze das Weizenmehl einfach 1:1 durch eine gute glutenfreie Mehlmischung. Wichtig ist, dass die Mischung Xanthan oder eine andere bindende Komponente enthält – sonst fallen die Kekse auseinander. Meine Empfehlung: Mehlmischungen von Schär oder eine selbstgemachte Mischung aus Reismehl, Kartoffelstärke und Tapiokamehl im Verhältnis 2:1:1. Die Kekse werden minimal weniger mürbe als mit Weizenmehl, aber immer noch sehr lecker.

Was, wenn meine Kekse beim Backen total auseinanderlaufen?

Das passiert meist aus zwei Gründen: Entweder war der Teig zu warm (die Butter war vielleicht schon fast flüssig), oder du hast zu wenig Mehl verwendet. Für die aktuelle Ladung kannst du nichts mehr tun, aber für die nächsten: Achte darauf, dass die Butter wirklich nur weich, aber nicht geschmolzen ist. Sie sollte noch ihre Form behalten, wenn du sie mit dem Finger drückst. Und miss das Mehl am besten mit einer Waage statt mit Tassen – so bist du präziser. Wenn der Teig zu weich wirkt, kannst du ihn auch 15 Minuten kühlen, bevor du die Kugeln formst.

Kann ich den Teig auch als Rollteig verwenden und Formen ausstechen?

Jein. Dieser Teig ist eigentlich für Kugel-Kekse optimiert, aber wenn du ihn etwa 1-2 Stunden kühlst, kannst du ihn auch ausrollen. Er wird aber nie ganz so fest wie ein klassischer Ausstechteig. Wenn du wirklich ausstechen willst, empfehle ich, 50g mehr Mehl hinzuzufügen und den Teig danach mindestens 2 Stunden oder über Nacht zu kühlen. Dann funktioniert es – aber du verlierst ein bisschen von dieser buttrig-zarten Textur. Für Ausstecher würde ich ehrlich gesagt ein anderes Rezept nehmen.

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